Die Hundesteuer in Köln

In Köln besitzt statistisch gesehen etwa jeder 35. Einwohner einen Hund. Dabei ist für jeden Hund, der zu privaten Zwecken gehalten wird, Hundesteuer zu entrichten. Auf öffentlichen Wegen und innerhalb städtischer Grünanlagen besteht in Köln Anleinpflicht. Allerdings gibt es in Köln über 80, speziell für freilaufende Hunde freigegebene Flächen. Eine entsprechende Übersicht erhält jeder Hundebesitzer in Köln auf Anfrage, sobald er seinen Hund anmelden möchte. Allerdings gibt es in und um Köln auch Bereiche, in denen ein generelles Hundeverbot besteht, wie etwa Wildparks, im botanischen Garten, auf Friedhöfen, Sportplätzen oder Spielplätzen. Wird der Halter mit seinem Hund von einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes Köln dort erwischt, droht trotz ordnungsgemäß gezahlter Hundesteuer und offensichtlich getragener Hundemarke ein saftiges Bußgeld.

Hundesteuer in Köln anmelden und abmelden

Mit dem ersten Tag im Monat, in dem der Hund aufgenommen wurde, beginnt die Pflicht zur Zahlung von Hundesteuer. Zieht ein Hundebesitzer aus einer anderen Stadt nach Köln, so muss er seinen Hund dort zuerst abmelden. Spätestens vier Wochen nach dem Abmelden, bzw. nach Aufnahme des Hundes muss er ihn mit allen erforderlichen Nachweisen beim zuständigen Finanzamt in Köln anmelden. Für Welpen gilt die sogenannte Sechsmonatsfrist. Das heißt: Stammt der Hund aus einem Wurf einer vom Besitzer gehaltenen Hündin, muss er diesen innerhalb von vier Wochen, nach Erreichen eines Lebensalters von sechs Monaten, ordnungsgemäß anmelden.
Sofern der Hund stirbt, veräußerst wird oder unauffindbar weggelaufen ist, muss ihn der ehemalige Besitzer beim Steueramt der Stadt Köln abmelden. Damit endet gleichzeitig auch die Pflicht zur Zahlung von Hundesteuer. Für das Abmelden hat der ehemalige Hundebesitzer vier Wochen Zeit.


Was kostet die Hundesteuer in Köln

Die aktuell für jeden Hund zu zahlende Hundesteuer basiert auf der Hundesteuersatzung der Stadt Köln. Für das Anmelden selbst werden keine Gebühren erhoben. Allerdings ist die Hundesteuer in Köln, im Vergleich zu den meisten anderen deutschen Großstädten, sehr hoch. Derzeit muss jeder Halter für jeden Hund pro Jahr mehr als 150 Euro zahlen.

Für „Härtefälle“ räumt die Stadt Köln einen sogenannten ermäßigten Steuersatz ein. Dieser wird für maximal einen Hund gewährt. Über die genauen Bedingungen informiert das jeweils für den Stadtteil zuständige Steueramt. Wer die entsprechenden Auflagen zur Zahlung der ermäßigten Hundesteuer erfüllt, muss beim Anmelden alle erforderlichen Unterlagen schriftlicher einreichen.

Ein Hund, der zum Schutz oder zur Hilfe von Personen mit schwerer Behinderung gehalten wird, ist unter Umständen von der Hundesteuer befreit. Dafür sind sowohl die persönlichen Umstände des Halters, als auch eine entsprechende Ausbildung des Hundes detailliert nachzuweisen.

Wer als Privatperson einen Hund hält, der eine von der Stadt Köln anerkannte Ausbildung zum Rettungshund absolviert hat und nachweisen kann, dass dieser Hund regelmäßig an entsprechenden Einsätzen von Hilfsorganisationen teilnimmt, muss ebenfalls keine Hundesteuer bezahlen.

Mit der Zahlung der Hundesteuer wird von der Stadt Köln eine Hundesteuermarke ausgegeben, die der Hund stets sichtbar tragen bzw. sein Herrchen auf Verlangen vorzeigen muss. Die Hundesteuer wird zweimal im Jahr fällig. Das heißt konkret: Die erste Hälfte des Hundesteuer Betrages ist am 1. April und die zweite Hälfte am 01. Oktober zu zahlen. In der Regel erfolgt die Begleichung der Hundesteuer per Bankeinzug. Wer eine andere Regelung wünscht, sollte beim Anmelden unbedingt darauf hinweisen.

Neben laufenden Futterkosten und der Hundesteuer sollte jeder Hundebesitzer vor der Anschaffung eines Hundes noch hinzukommende Beiträge zur Hundeversicherung, wie beispielsweise wie Hundehaftplicht oder Hunde Op Versicherung vergleichen und in die Gesamtkosten einkalkulieren.

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Wie wird die Hundesteuermarke in Köln versendet

Ja. Die Stadt Köln verschickt unmittelbar nach dem ordnungsgemäßen Anmelden und dem Entrichten des ersten Betrages zur Hundesteuer die Steuermarke per Post an den Halter. Die Marke muss vom Hund bei Aufenthalt im öffentlichen Raum gut sichtbar getragen werden und ist auf Verlangen durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes vom Hundeführer vorzuzeigen.

Nach dem Abmelden des Hundes ist der ehemalige Besitzer verpflichtet, die Steuermarke zurückzugeben. Am besten geschieht das unmittelbar mit allen zum Abmelden erforderlichen Unterlagen. Die Stadt Köln akzeptiert hierbei ebenfalls den Postweg. Allerdings ist auch das Abmelden beim Kassenamt vor Ort mit gleichzeitiger Rückgabe der Hundesteuermarke möglich. Erfolgt das Abmelden innerhalb des laufenden Jahres, zahlt die Stadt Köln die bis dahin eventuell zu viel bezahlte Hundesteuer selbstverständlich zurück.

In Köln Hundesteuermarke verloren?

Sofern der Hund seine Steuermarke verloren hat, muss dieser Umstand dem zuständigen Steueramt unverzüglich schriftlich angezeigt werden. Hierbei ist die Mitteilung des Kassenzeichens wichtig. Die Zustellung einer neuen Ersatzsteuermarke erfolgt kostenlos.

Köln: Ist die Hundehaftpflicht Pflicht in NRW

Während für sogenannte „Kategoriehunde“ bzw. gefährliche Hunde keine erhöhte Hundesteuer erhoben wird, ist der Besitzer beim Anmelden eines Hundes, der aufgrund seiner Rasse, seiner Größe oder Wesens als solcher eingestuft ist, verpflichtet, auf diesen Umstand hinweisen. In Köln bedarf die Haltung von als gefährlich eingestuften Hunden der Erlaubnis durch die zuständige Behörde. Diese Erlaubnis wird nach dem Anmelden schriftlich erteilt und ist bei Verlangen vom Hundeführer vorzuzeigen. Außerdem ist jeder Halter, der einen als gefährlich eingestuften Hund hält verpflichtet, eine Hundeversicherung in Form einer Hundehaftpflicht abzuschließen.

Sondertarife der Hundehaftpflicht im Vergleich